Verkehr in Potsdam – die Praktikanten haben wieder zugeschlagen.

Zugegeben: die Voraussetzungen für eine funktionierende Verkehrsplanung in Potsdam sind nicht gerade die besten. Fast eine Insellage, marode Straßen und eine Schlösserstiftung, die stets ihre wichtigen “Sichtachsen” schützt, als seien es die letzten Käfer einer aussterbenden Art. Aber können es nicht vielleicht auch einmal Profis versuchen? Es ist ja schön, dass man gerne auch den Praktikanten in der Stadtverwaltung immer wieder eine Chance gibt. Aber ein wenig Vorwissen und  – selten zu finden in Potsdam – Kompetenz würden das Ergebnis vielleicht doch an der einen oder anderen Stelle verbessern.
Und hier sprechen wir noch nicht von Feigenblattprojekten, wie man eines in der Zeppelinstraße findet. Selbst bei vergleichsweise einfachen Maßnahmen scheitert man in Potsdam immer wieder ganz grandios. Jüngstes Beispiel: Baustelle Friedrich-Engels-Straße. Wer kommt auf die Idee eine provisorische Ampel genau an der Stelle aufzustellen, an der es schon immer eine Spurzusammenführung gab? Da sind Unfälle – selbst bei Nichtbrandenburgern – vorprogrammiert.
Oder Sperrung einer Fahrtrichtung in der Leipziger Straße. Nur weil ein paar hundert Meter nach dem Leipziger Dreieck mal wieder ein Loch in die Straße gebuddelt wird (wahrscheinlich erfolgt gerade wieder die Reparatur einer Reparatur einer Reparatur), wird jeder, der seine Nerven im neuen Familien-Spaßbad Blu strapazieren möchte, zu einem Umweg von 2 km gezwungen, obwohl die Einfahrt bereits am Durchfahrt-verboten-Schild zu sehen ist. Eigentlich merkwürdig in einer Stadt der Öko-Krieger und Fahrrad-Extremisten.

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