Pots-Blitz… oder: nicht zu Ende gedacht

Beim Einsatz mobiler Geschwindigkeitskontrollen liegt Potsdam weit über dem Bundesdurchschnitt vergleichbarer Städte. Kann man verstehen. Potsdams Finanzbedarf ist groß, und das teure Equipment sollte sich natürlich möglichst schnell amortisieren. Deshalb hat man nun eine neue “Gefahrenstelle” ausfindig gemacht. Auf der Tempo 30 Strecke der Leipziger Straße steht geschickt getarnt hinter einer Litfaßsäule (ja, noch mit “ß”, denn der Erfinder hieß so) eines der Hightech-Geräte zur Überführung von Geschwindigkeitssündern. Dumm nur, dass wenige Meter zuvor die Straße “Altstadtblick” in die Leipziger Straße einmündet. Autofahrer, die aus dieser Straße kommen, haben bis zur Messstelle nicht ein einziges Schild zur Geschwindigkeitsbegrenzung gesehen, haben also gar keine Chance, vom Tempolimit zu erfahren – bis zum roten Blitz. Die Einsprüche gegen die Bußgeldbescheide die auf die hier produzierten Schwarz/Weiß-Bilder folgen, dürften einigen Rechtsanwälten ein Lächeln ins Gesicht zaubern.

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